Vertrauensvolles Miteinander zwischen Kindern und Erziehern
Zu den Basiskompetenzen zählen grundlegende Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale, die ein Kind befähigen, mit anderen Kindern und Erwachsenen zusammenzuleben und sich mit den Gegebenheiten seiner Umwelt auseinander zu setzen. Wir sehen jedes Kind als eigenständiges Individuum, nehmen es ernst und bringen ihm Wertschätzung entgegen. Dabei spielen Religion und kulturelle Hintergründe keine Rolle. Durch die Vielfalt in den Gruppen lernen die Kinder Toleranz und Akzeptanz. Wir wollen unser tägliches Zusammensein gemeinsam und möglichst nach den Bedürfnissen der Kinder gestalten.
Jedes Kind erschließt sich aktiv die eigene Welt
Jedes Kind hat den inneren Wunsch, sich zu bilden und weiterzuentwickeln. Es weiß am besten, was es braucht und verfolgt mit Energie und Neugier die Entwicklung seiner Kompetenzen. Mit Kopf und Hand wollen Fähigkeiten erprobt werden, es will als Forscher die Welt durch Ausprobieren und Experimentieren, durch Versuch und Irrtum entdecken und verstehen. Wir bieten Materialien und schaffen Möglichkeiten wie Lernwerkstätten oder Erkundungsgänge, damit es selbständig Antworten auf seine Fragen finden kann.
Als Erzieher bringen wir den Kindern das Vertrauen und Zutrauen entgegen, ihre artikulierten Bedürfnisse selbstbestimmt und anerkannt im Rahmen des klar strukturierten „Kindergartenalltags“ umzusetzen. Parallel dazu werden mit den Kindern allgemeine, für alle verbindliche Regeln abgesprochen, um ein Miteinander in der Gruppe zu ermöglichen. In unserer hauseigenen Kita- Verfassung haben wir festgehalten, welche Rechte wir den Kindern zugestehen und wann die pädagogischen Fachkräfte Entscheidungen fällen.
Die Kinder sollen in demokratische Mitbestimmungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
Das Freispiel ist die wichtigste Grundlage für unsere Arbeit im Kindergarten. Für die Kinder ist das Spiel ihr Leben - eine elementare Form der „Weltaneignung“. Entsprechend ist das Spiel der Ausgang für den situationsorientierten Ansatz in unserer Arbeit. Vielschichtige Situationen aus der Lebenswelt der Kinder werden aufgegriffen und kreativ in Projekten verarbeitet. Somit stehen auch bei der Planung unserer Arbeit die Bedürfnisse der Kinder im Mittelpunkt und sie erhalten durch verschiedene Angebote die Möglichkeit, selbstbestimmt tätig zu werden.
Das Spiel verbindet fünf Lernbereiche, die ineinander fließen:
Soziale Kompetenz:
Sprache, Toleranz und Hilfsbereitschaft werden im täglichen Umgang geübt. In unserer Einrichtung wollen wir den Kindern einen großzügigen Rahmen bieten, der ihnen alters- und entwicklungsgemäße soziale Erfahrungen ermöglicht und gleichzeitig ihre individuelle Entwicklung unterstützt. Im Kindergarten erlebt ein Kind oft zum ersten Mal in einer altersgemischten Gruppe vielfältige soziale Verhaltensweisen. Es kann sich darin üben, mit anderen Kindern in Kontakt zu treten.
Motivationale Kompetenz:
In der Freispielzeit kann das Kind in einer anregenden Atmosphäre zwischen verschiedenen Spielmaterialien und Tätigkeiten wählen. Dabei kann es frei entscheiden, was und wie es etwas tun möchte. Verschiedene Baumaterialien, neue Spielsituationen und Räumlichkeiten geben Kindern Gelegenheit, selbsttätig zu handeln, Erfahrungen zu sammeln und die Konsequenzen ihres Tuns zu erleben.
Kognitive Kompetenz
Durch vielfältige Bewegungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Bereichen in Haus und Garten weiten sich die Wahrnehmung und das Abstraktionsvermögen. Unterschiedliche und austauschbare Lernmaterialien unterstützen den Erwerb von Lernstrategien und Problemlösungsverhalten.
Emotionale Kompetenz
Im Miteinander lernen die Kinder die eigenen Emotionen wie Angst, Freude, Wut sowie Gefühle anderer zu erleben und auszuhalten.
Motorische Kompetenz
Uns ist es wichtig, dass Kinder außerhalb des gewohnten und oft von Technik geprägten Lebens echte und direkte Erfahrungen sammeln. In unserer Einrichtung können sie Natur mit allen Sinnen erleben, z.B. beim Matschen in der Sandkiste oder beim Anlegen von Gemüsebeeten, für die unsere Kinder verantwortlich sind. Bei diesen und ähnlichen Tätigkeiten im Innen- und Außenbereich, also in der „realen“ Welt, erwerben sie gleichzeitig wichtige lebenspraktische Kompetenzen. Durch unterschiedlichste Angebote fördern wir die kindliche Motorik etwa durch Schneiden, Kneten, Malen, Laufen, Klettern, Hüpfen.
Auf Erkundungsgängen z. B. in den Wald, "be-greifen" wir, wie sich ein Baum anfühlt und lernen viel über den Lebensraum von Pflanzen und Tiere. Dieses Erkunden ermutigt die Kinder zum Forschen und Nachfragen, regt die Phantasie an und legt einen verantwortungsbewussten und respektvollen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen an. Beim Bauen und Gestalten mit Naturmaterialien lernen die Kinder Eigenschaften und Kräfte dieser Elemente kennen und schätzen.